30
Jan
11

Der Bärner Sennenhung isch nid us Plastigg – oder Berner unter sich.

Also, keine Angst – aber auch keine überbordende Freude bitte, wenn ihr die letzten Tage nichts von mir gehört habt. Hurra, da bin ich wieder und immer noch. Es war nämlich so. Ich ging am Montag dem See entlang, still, friedlich und bescheiden, wie man es von mir gewohnt ist. Oder ähnlich. Da kam eine Berner Sennhündin mit ihrer entzückenden Jungmannschaft anmarschiert. „Soo herzig“ sage ich euch. Alle zum Verknuddeln. Ein blendend schöner Zürihund mit unvergleichlich glänzendem, schwarzen Fell und lauter Unfug im Kopf rannte sofort um die Hündin herum; und sein Wollen war eindeutig nicht nur aufs Drumherum ausgerichtet. Nein, nein. Aber, aber! Die schöne Hundedame schwenkte energisch ihr Fudi vom dem Schnössel weg und traf präzis mit ihrem felligen aber wuchtigen Hinterteil mein linkes Knie. Aua. Ein wenig jammern, ein wenig Bein schütteln und alles war wieder gut. Zu Hause setzte ich mich ca. drei Stunden an den Computer und liess die Welt Unvergleichliches erfahren. Irgendwann mal stand ich auf und wollte mir einen kleinen Leckerbissen zubereiten gehen. Auaauaauaautsch! Das Knie schmerzte schuderhaft, das Elsass stand in Flammen. Total, bis zur Nordsee. Die Eisbären berichten seither von nichts anderem mehr. Ich kürze jetzt ab. Ilse fuhr mich in den Notfall des Hirslanden-Spitals. Gut, dass die Leute teilweise der Geschichte wegen nicht nur lächelten sondern lachten, verzeihe ich heute grosszügig. Als ich auf dem Schragen lag, zitterte ich am ganzen Körper, die Hände zitterten schon nicht mehr, die hüpften einfach hin und her, Arme und Beine ruckelten und zuckelten. Müsst halt versuchen, es euch vorzustellen. Das ganze Getue nicht aus Angst. Nee. Die Schmerzen trieben mich zu diesem auffälligen Verhalten. Gegen halb elf Uhr nächtens lag ich dann in einem hübschen Zimmer, gut versorgt mit einer Bombe Schmerzmittel am Tropf. Nach zwei Tagen, gründlichem Röntgen, MR und wichtigen Tests (nee, hatte nichts mit dem IQ zu tun, echt nicht), konnte mich Ilse heute um zehn Uhr abholen. Das Knie ist immer noch geschwollen, dafür oder dagegen habe ich ein ganzes Tascherl mit Medikamenten und Spritzen in die Hand gedrückt bekommen.  Es ist alles wieder gut. Und das Dinner, das heute Abend ohne mich stattfindet, werde nachgeholt. Wurde mir versprochen. Wirklich. Für meinen Besuch bei Amania Cosmetic suche ich einen neuen Termin. Denn die Spitalhygiene hat mir nicht gut getan. Zwei Tage lang sah mein Gesicht aus wie eine überheizte Ampel auf Rot. Irgendwie nicht gesund. Denke ich. Jetzt brauche ich zur Entfärbung und Beruhigung dringend die Produkte von Pharmos Natur (dies ist keine Reklame, dies ist ein schönheitsfördernder Hinweis fürs Leben).


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